Ich nehme hier dieses Thema auf und die Kollegen helfen mir sicher die Beiträge -soweit noch vorhanden - hierher umzusetzen. Einiges fehlt- Improvisation bringt am Ende sicher ein gutes Ergebnis
Ich war mir nicht mehr so sicher und habe mich dazu beraten » das Gebäude des OTAZ / oder der Anbau am U2 wurden schon wesentlich eher da hin gestellt und als Vorläufer der Rechenzentrale des Kdo genutzt.
Dort war ein System ESER 1020 als Rechenzentrale untergebracht. Nutzung mindestens bis 1978. U.U. auch etwas länger. Das System wurde verschrottet. Ich hatte dort noch als GWD-Angehöriger 'gerechnet', also meine Jobs abgegeben & Ergebnisse wiedergekriegt. Es gab da einen separaten Eingang, einen Durchgang zum U2 selbst gab es so nicht. Dort war damals die Jobabnahme.
Der Künstler, der den Fliesenspiegel angefertigt hat, ist auch bekannt. Es war eine interne (geduldete & geförderte) Arbeit eines BU/Fähnr des Kdo LSK/LV. Er hat sich auch im Stabsgebäude des ZGS Füwa (Kopfbau) verewigt. Dort mussten seine Werke irgendwann abgehängt werden. Mindestens eines davon hat auf privater Basis überlebt.
Mir fiel bei der letztmaligen Begehung auf das der mittlere Teil vom U2 über kein Kellergeschoss zu verfügen scheint. Das machte ich daran fest als das dort keine Kellerfenster zu sehen waren bzw. auch keine Spuren zu sehen waren von vermauerten Kellerfenstern. An beiden Stirnseiten wiederum sind Kellerfenster zu sehen.
So ich verstand soll es im U2 ein 2-geschossigen Führungssaal gegeben haben im Mittelteil. Man könnte daraus schließen das sich dieser Saal über das Erdgeschoss und das Obergeschoss erstreckte. Aber wie sicher ist das eigentlich? Nicht das in der Mitte doch ein Keller vorhanden war und der Führungssaal sich über Kellergeschoss und Erdgeschoss erstreckte. In einer sowj. Kaserne sah ich einmal genau diese Konstellation. Zusätzlich waren dort die Kellerfenster vermauert und die Fensterscheiben von innen schwarz abgehangen. Eben so das man von außen nicht herein blicken konnte.
Möglicherweise gibt es Zeitzeugen die jene entsprechende Situation im U2 beschreiben könnten.
Über die Fenster auf der Westseite des Gebäudes in Verbindung mit dem Durchgang habe ich mich schon geäussert. Das von dir erwähnte Vorgehen würde einen Bau des Gebäudes gleich unter diesen Gesichtspunkten entsprechen. Das scheint eher nicht so zu sein.
Den linken Treppenaufgang konnte man genauso benutzen (allerdings kam man da nur mit Ausweis rein). Oben war wohl das AIZ und die RI, aber m.E. auf der linken Seite. Der Keller ist (mit-)genutzt worden. Wie ingesamt da die Höhenaufteilung war, klären wir gerade ab. Ich war selbst mehrfach drinn, aber es ist so viel in der Zwischenzeit passiert, dass es keinen Sinn macht zu spekulieren.
Lage Traditionskabinett Laut Jubiläumsschrift '50 Jahre Kdo LSK/LV' ist es an der süd-ost Ecke des Gebäudes U2 eingezeichnet. Dort wo ihr bisher auf eurer Skizze uns zugeordnet habt.
Zum ehemaligen ZGS & dem zugehörigen Führungsraum im U2
U2 ist ein zweietagiges (teil-)unterkellertes Gebäude. Es gab also Kellergeschoss, Erdgeschoss (oder 1. Etage) und Obergeschoss (oder 2. Etage). Der Führungsraum ging definitiv über EG und OG, nicht in das KG.
Das KG war nicht komplett ausgebildet, im Mittelbereich des Gebäudes fehlte es teilweise. Allerdings gab es auch im Mittelbereich (d.h. im nördlichen Gebäudeteil links von der Kellertreppe und im südlichen rechts von der Kellertreppe) Keller die im nGT als Lagerräume genutzt wurden. Im sGT befanden sich meines Wissens außer einem Na-Lager auch zum ZGS gehörende Fu- (Empfang) und Fs-Arbeitsplätze. Auch kann ich mich an einen Raum im OG erinnern, aus welchem man in den Führungsraum schauen konnte, wahrscheinlich an der Nordseite desselben.
Funkerkeller: 1x Funkraum- 1x Koordinatenfunk/empfang und Ableser zur Plexikarte sprechend ; 1 Funkempfangsraum-
Auch waren im Keller ein Kartenlager, Labor FEK, Lager Chem. Dienste, Technikräume von AMAT usw. usw. Blick vom OG in den Führungsraum ist richtig.
Die Ex-Führung des Kommandos meint, wir sollten das nicht so breit auswalzen und auf das wesentliche konzentrieren. Also Grundriss und wer war wo und gut ists.
Gerade der Umbau auf Bürogebäude ging doch etwas anders im Grundriss wie der ZGS war. Lediglich die blöde Raumnummerierung zeugt noch davon- wie 104 bis 104 H ( wo MD und AMAT saßen dann ) oder 261 bis 261 i . Andere Räume sind weg gefallen durch Großräume wie Kartenlager/stelle, Traditionskabinett, Archiv Miwi. In dieser Beziehung war das U2 schon ein Sonderling.
Ich schlage vor, dass mal aufgeräumt wird. Die Beiträe purzeln alle so ein bischen durcheinander und die Themen überschneiden sich auch. Villeicht sollte man (und da kann man aber auch wieder geteilter Meinung sein, je nachdem aus welcher Sicht man es betrachtet) folgende Unterteilung vornehmen: - ZGS-14 in Eggersdorf U-2 (bis 1978), - ZWGS-14 in Eggersdorf (ab 1978) mit HFS-5 und OTAZ, - Nutzung U-2 nach 1978. Weitere Unterforen sollten nur bei besonderer Bedeutung eröffnet werden. Ein Forum "Leiter ZGS" halte ich z.B. nicht für sinnvoll, da dieses ja mit Benennung der ehemaligen Leiter schon ausgeschöpft ist. Den ZGS-14 könnte man ja auch, historisch betrachtet, in Unterforen "ZGS bis 1978 (Eggersdorf)" und "ZGS ab 1978 (Füwa)" teilen.
Zustimmung. Gute Idee. Hier wäre sicher erst einmal der Admin gefragt zur Einrichtung der 4 Unterforen bei ZGS-14. Vier, weil aus meiner Sicht OTAZ separat laufen könnte wegen seiner Zwitterstellung als Ausbildungszentrum der LSK und als Ort der erweiterten Besatzung.
Durchreiche Was ich jetzt schreibe, müsste eigentlich zum Thema "ZGS bis 1978 im U-2 gehören. Da der Bezug aber im vorliegenden Thema vorhanden ist, schreibe ich meinen Beitrag hier, er kann ja später verschoben werden. Als ab 1973/74 im neu errichteten Anbau des U-2 die RZ des ZGS den Betrieb aufnahm, hatte diese (abgesehen von der Klimazentrale und der Werkstatt MAT-WMAT) zwei Eingänge, einen vom ZGS/U-2 aus und einen an der Südseite von Außen. Neben dem Eingang im U-2 befand sich, wie bereits beschrieben und gezeigt, eine Durchreiche für die "Jobannahme" von Nutzern aus dem ZGS. Diese Durchreiche wurde jedoch nie dafür genutzt, da der Raum der RZ, zu dem sie führte (R18), nicht durch die RZ genutzt wurde. Hier saßen als "Untermieter" (ich glaube das ging noch auf Henkes zurück) der (technische) Zeichner des ZGS (Uffz/Ufw Schramm) und zeitweilig auch Barthel jun. [:-|] . Dieser Raum wurde erst Ende der 70-er vom Bereich ORB der RZ genutzt. Die Nutzer des ZGS gaben ihre Aufträge zur Bearbeitung einfach an der Türe der RZ im U-2 ab. "Fremdnutzer" wie Mitarbeiter der AMAT und anderer Bereiche des Kdos oder von Außerhalb nutzten für die "Jobabgabe", respektive die Auftragserteilung an die RZ den Eingang von außen, der in einen kurzen Querflur führte. Hier befand sich an der Stelle, wo sich seit OTAZ-Zeiten das Wandbild befindet, ebenfalls eine Durchreiche für die "Jobannahme". Die Flure der RZ dienten nebenbei noch einem sehr wichtigen Akt, durch sie ging am morgen der Vergatternde (z.B. GM Henkes, O Cartsburg) vom U-2 kommend nach draußen, um die an der Südseite vor der RZ angetretene Diensthabende Besatzung des ZGS zu vergattern.
Da liegt schon der Hase im Pfeffer. Das OTAZ in Zwitterstellung, einerseits als Element des Kdo's, Ausbildungszentrum, also nicht zum ZGS gehörend, andererseits bei Besetzung durch die Gefechtsbesatzung Element des ZWGS.
moses schrieb mal: Im Mai 1974 erfolgte nach Installation und Inbetriebnahme im neuerrichteten Anbau des U-2 die Übergabe des ersten ESER-Rechners EC 1020 für die LSK/LV vom Kombinat Robotron an die NVA - LSK/LV. Bis 1978 wurde diese Rechenbetriebseinrichtung als RZ des ZGS betrieben. 1978 wurde der Rechner an die RZ 14 (des Kommandos) übergeben und als RZ 14/1 bis 1983 betrieben. Danach erfolgte offensichtlich nach Ausbau/Verschrottung des EC 1020 die Nutzung des Gebäudes (Anbau) als OTAZ. Baulich erfolgte für die Nutzung des OTAZ lediglich der Einbau einer Zwischentüre (mit der Raumnummer 12 !) im Flur in Höhe R 6/14, die Vermauerung der Zugangstüre und Durchreiche vom U-2 (in Verbindung mit Errichtung/Erweiterung Traditionskabinett) sowie die Vermauerung der Durchreiche für die "Jobannahme" im R 6 und die Anbringung des Fliesenwandbildes an dieser Stelle.. Hier nun der entgültige Grundriss mit Stand 1977/78 noch als RZ ZGS-14.
Angefügte Bilder:
Sie haben nicht die nötigen Rechte, um die angehängten Bilder zu sehen
moses schrieb weiter: Als die RZ in Betrieb ging, war der Raum 18 zunächst "okkupiert" . Hier hatten der Zeichner des ZGS, der Uffz./Ufw. Schramm mit seinem "Gehilfen" , dem Sohn des GM Barthel, ihr Dienstzimmer. Das war auch die Ursache, dass die vorhandene Durchreiche zum ZGS nicht als "Jobannahme" für den ZGS genutzt wurde sondern einfach die nebenliegende Türe. Nach der Entlassung des Ufw. Schramm und Weggang seines "Gehilfen" zur OHS konnte dann endlich der Bereich ORB (Organisation Rechenbetrieb) in das für ihn geplante Zimmer ziehen . Die Durchreich geriet weiterhin in Vergessenheit, da sich die Nutzung der Türe für die Jobannahme bereits eingebürgert hatte . Soviel zum Zeichner.
moses schrieb: Der Anbau des U2 wurde Anfang der 70er errichtet und 1973 fertiggestellt. Wie bereits oben beschrieben als RZ ZGS-14. Die RZ-14 (als Rechenzentrale des Kdo's LSK/LV) gab es da bereits schon (R-300) in einem eigenen Gebäude zwischen Schießstand und Sportplatz. Erst mit Weggang des ZGS nach Füwa wurde der Rechner (natürlich mit Gebäude) von der RZ-14 übernommen und weiterbetrieben. Nach Außerbetriebnahme und Demontage des Rechners (EC-1020) wurde das Gebäude von der RZ-14 nicht mehr genutzt und danach das OTAZ eingerichtet. 1980/81 kann hinkommen.
Vermutlich ist für die Nutzung als OTAZ die Raumstruktur beibehalten worden, zumindest ist es mir aus der Zeit, als wir Bildschirmarbeitsplätze (am BFS der HFS-5) im Gebäude für die Nutzung als OTAZ/Arbeitsplätze für den ZWGS entfaltet haben, so erinnerlich.