Alt: Der damaligen Verteidigungsminister Thomas de Maizière verkündete 2011 die Schließung der Hardheimer Kaserne Im Juli 2011 verließ der letzte Panzerflugabwehrkanonenpanzer "Gepard" die Hardheimer Kaserne.
Übergang: Um eine Rückgabe der Kaserne an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zu verhindern und um weiterhin die Entscheidungsgewalt über den Standort zu besitzen, hatte die Bundeswehr Ende 2016 beschlossen, in Hardheim übergangsweise eine neue Einheit des Kommando Spezialkräfte (KSK) zu stationieren. Diese Stabs- und Führungsunterstützungskompanie leistet seit Oktober 2017 ihren Dienst in der Carl-Schurz-Kaserne.
NEU ab 2019: 500 Soldaten und 44 Kampfpanzer vom Typ "Leopard 2" kommen - Standort damit dauerhaft gesichert - Bund investiert 20 Millionen Euro in Kaserne Aufgestellt wird ein Neues Panzerbataillon. Die Carl-Schurz-Kaserne wird Heimat des neuen sechsten Panzerbataillons der Bundeswehr. Ab dem vierten Quartal 2019 werden dort Kampfpanzer vom Typ "Leopard 2" stationiert.
Die Liegenschaft ist aber groß genug, um neben der KSK-Einheit (Zielgröße: 175 Soldaten) auch das neue Panzerbataillon unterbringen zu können. Die neue Einheit trägt den Namen Panzerbataillon 363 und übernimmt damit die Bezeichnung des von 1964 bis 2006 im benachbarten Külsheim stationierten Panzerbataillons.
Das Panzerbataillon 363 wird der 10. Panzerdivision in Veitshöchheim unterstellt. Damit wird jede der beiden Divisionen des Heeres über drei aktive Panzerbataillone verfügen. Die Aufstellung soll im vierten Quartal 2019 beginnen und im vierten Quartal 2022 abgeschlossen sein. Los gehen wird es mit der Aufstellung der 1. Stabs-, Versorgungs- und Unterstützungskompanie. Die zweite Kompanie des neuen Bataillons wird 2021 neu aufgestellt. Zudem werden zwei vorhandene Einheiten des Gebirgspanzerbataillons 8 nach Hardheim verlegt: die dritte Kompanie, die im oberpfälzischen Pfreimd stationiert ist (Verlegung nach Hardheim 2021), und die vierte Kompanie, die aktuell ihren Sitz im thüringischen Bad Frankenhausen hat (2020).
Die Carl-Schurz-Kaserne bietet ideale Voraussetzungen für das neue Panzerbataillon", sagte ein Sprecher des Heeres. Damit ist nicht nur die Kaserne selbst gemeint, deren Gebäude sich in gutem Zustand befinden, sondern auch der benachbarte Standortübungsplatz - einer der größten in Deutschland - und die angeschlossene Schießanlage, die gerade modernisiert wird.
8. April 1961: erster Spatenstich für die "Bauland-Kaserne".
Juli 1966: Belegung der Kaserne durch ein Vorkommando des Flugabwehrbataillons 12.
November 1966: Umbenennung in "Carl-Schurz-Kaserne".
1. Oktober 1979: Das Flugabwehrbataillon 12 wird in Flugabwehrregiment 12 umbenannt. Gleichzeitig wird der Flugabwehrkanonenpanzer "Gepard" eingeführt.
1. Oktober 1994: Aus dem Flugabwehrregiment 12 wird das Panzerflugabwehrkanonenbataillon 12.
28. Juli 2011: Mit der Auflösung des Panzerflugabwehrkanonenbataillons 12 endet die erfolgreiche Allianz zwischen Hardheim und der Flugabwehr. Stattdessen beherbergt die Kaserne jetzt das Sicherungsbataillon 12.
25. Oktober 2011: Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière gibt die Schließung der Kaserne (2017) und des Materiallagers auf dem Wurmberg (2019) bekannt.
13. September 2015: Das Land eröffnet in der Kaserne eine bedarfsorientierte Erstaufnahmeeinrichtung (BEA). Zeitweise leben 750 Flüchtlinge in der Kaserne.
11. Dezember 2015: Außerdienststellung des Sicherungsbataillons 12.
30. Juni 2016: Die letzten Soldaten verlassen die Kaserne.
26. September 2016: Die Flüchtlinge verlassen die Kaserne.
12. Dezember 2016: Die Bundeswehr gibt bekannt, dass die Schließung der Kaserne ausgesetzt ist. Ab Herbst 2017 soll eine Einheit des Kommando Spezialkräfte einziehen.
4. Oktober 2017: Die ersten KSK-Soldaten nehmen in Hardheim ihren Dienst auf.
31. Mai 2018: Die BmVG erklärt , dass sich das Kommando Heer für Hardheim als Standort des neuen Panzerbataillons entschieden hat.
6. Dezember 2018: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen gibt in Munster bekannt, dass Hardheim der neue Standort für das Panzerbataillon wird.
55 Jahre nach der Eröffnung des Depots auf dem Wurmberg wurde die Dienststelle aufgelöst. Das Materiallager ist offiziell zum 31. Dezember 2018 außer Dienst gestellt. Dennoch besteht Hoffnung. Denn die Bundeswehr hat auch hier die Rückgabe an die BiMA gestoppt. . Übergeordneten Dienststelle des MatDepot war das Bundeswehrdepots Süd in Pfungstadt
BUNDESWEHR NUTZT DIE LIEGENSCHAFT WEITER 16 MILLIONEN EURO WERDEN INVESTIERT / 90 NEUE DIENSTPOSTEN / ERHÖHTER LAGERBEDARF MUSS ABGEDECKT WERDEN
Materiallager Hardheim wird reaktiviert
Gestern nun traf in Hardheim vom Bundesverteidigungsministerium die erfreuliche Mitteilung ein, dass das Materiallager ab 2021 wieder als logistische Einrichtung der Bundeswehr in Betrieb genommen wird.
Die Nachricht schlug gestern ein wie eine Bombe. Und das nicht nur in Hardheim, sondern auch in Walldürn. Denn dort wird das Munitionsdepot in Altheim von der Bundeswehr weiter genutzt, wie der Führungsstab der Streitkräfte bekanntgab
Wegen der geplanten Vergrößerung der Bundeswehr sollen bundesweit acht stillgelegte Lager für Material und Munition wieder in Betrieb genommen werden – zwei davon liegen in der Metropolregion Rhein-Neckar.Wie es heißt, handelt es sich dabei um das Munitionsdepot Altheim in Walldürn und das Materiallager in Hardheim, welches erst Ende des vergangenen Jahres geschlossen wurde. Die Umsetzung werde schrittweise zwischen 2020 und 2031 erfolgen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Planungen beinhalteten etwa 600 Dienstposten mehr und Investitionen von rund 200 Millionen Euro. Die Bundeswehr soll in den kommenden Jahren von heute etwa 180.000 auf 203.000 Soldaten wachsen.