als dann im Zuge der Wende die Politverwaltung und die Politabteilungen zur Auflösung kamen war guter Rat teuer. Ab sofort waren auch die obligatorischen Parteiversammlungen und Parteilehrjahr untersagt. Es entstand eine große Leere. Die Parteisekretäre waren ratlos. Denn sie mussten die Klappe halten. Ja, das war wie ein mittlerer Weltuntergang.
Aber die betreffenden Personen waren wie Stehaufmännchen und man traf sie dann im Bereich staatsbürgerliche Bildung und anderen extra für sie neu geschaffene Posten wieder. Konnten aber ihr Ego nicht ändern und agitierten immer noch.... obwohl die Parteiarbeit ja verboten war.
Manchmal denke ich so an GL Alfred Vogel. Der insgesamt doch recht arrogant daher kam. Mein Empfinden.
Eigentlich begann er schon als Politnik im Wachregiment-2
spätere Stationen: -Ltr. Abt. in der PHV des MfNV
-Offz.-Hörer Militärakademie „Friedrich Engels“ (1963-1965) - Chef Verwaltung Instruktion der PHV MfNV (1965-1973) - Stellvertreter des Chefs LSK/LV und Chef der Politischen Verwaltung (1973-1990)-- Abgang im Zuge Auflösung der Politorgane in der NVA
ZitatIch hatte gelesen: In den Jahren 1974/75 erfolgte Bildung der Politabteilungen in den Jagdfliegergeschwadern ........ Wenn bis dahin keine Politabteilungen gab, wie war die Polit-Führung dann sichergestellt worden. Ich kann mir nicht vorstellen das die Fliegerei ab 1952 ohne Politkommissar auskam. Hat die Usergemeinde Ansatzpunkte dazu ?
Im Kommando war Bildung der PA des Stabes auch erst um diese Zeit. Damit erreichte dann die PV LSK/LV den Status einer SED-BL und die PA des Stabes den Status einer SED-KL.
Diese Politniks habe ich gefressen. Haben sie uns doch mit ihren Phrasen verarscht. Waren dann 1990 die ersten die ZB wurden und mit wehenden Fahnen zum angeblichen Feind überliefen. @Kabel, kannst nur froh sein das den Testballon Umbildung der PV/PA zur Abt. Staatsbürgerliche Arbeit nicht miterleben mustest. Ohhh, sie hatten sogar die Wende seinerzeit erfunden. Als einziger musste am Anfang GL Vogel gehen.
Die PV gliederte sich quasi in 2 Stellvertreter-Bereiche.
GM Lipski für org. Planung Zuständig quasi für die Parteiarbeit-- Parteidokumente bis Finanzen Visa 840 = GM Lipski Visa 844 = Oberst Wendt - ( Leiter Abt. Parteiarbeit ) Visa 845 = OSL Zurbuchen - ( UA Parteiinformation ) Visa 846 = OSL Wunderlich - (UA Jugendarbeit) Visa 849 = OSL Dammass - ( UA Parteidok.)
Visa 410 = Oberst Schippan - ( Stellv. für org. Polit.)
und GM Weber für ideologische Arbeit. Ideologische Arbeit ab Mitte der 80ger. Davor benannt als Agitation & Propaganda Hierhin war auch Druckerei-14 und Prop. Kp.-14 unterstellt.
Dann noch die Truppe die GLV direkt unterstellt war:
Visa 680 = GL Vogel Visa 681 = OSl Rossow - ( Leiter Sekretariat Chef PV )…. hatte neben GOR und CdS das einzige Sekretariat in dieser Form Visa 682 = Oberst Bräuer - ( Vors. PKK ) Visa 683 = OSL Rebhuhn - ( Vors. Revisionskommission ) Visa 684 = OSL Andruleit - ( Finanzök. ) Visa 685 = OSL Apitz -( Presseoffizier )
Spezialpropaganda Auch in der NVA gab es Spezialisten für psychologische Kampfführung, hieß dort Spezialpropaganda. Hier die Vertreter der LSK/LV beim Manöver der Waffenbrüderschaft "PRAWDA 87" Am Manöver "PRAWDA 87" nahem Vertreter aus vier Armeen des WV Teil: Sowjetarmee, polnische und tschechische sowie NVA. Es wurde vor allem gezeigt, welche technischen Möglichkeiten es gibt, um quasi unsere Worte und Gedanken bei Kampfhandlungen an den "Mann" zu bringen. Neben dem Abwurf von Flugblättern aus der MIG und aus Hubschraubern kamen z.B. gepanzerte Lautsprecherwagen und auch Lautsprecher aus Hubschraubern zum Einsatz.
Bilder : Hans-D. Stange
Angefügte Bilder:
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Die Politische Verwaltung des Kdo LSK/LV ( kurz: PV ) war für die Politische Arbeit in den LSK/LV zuständig. Unterkunft: Gebäude U9 .
Die Politische Verwaltung hatte den Status einer SED-Bezirksleitung und als solche für auch die Parteiführung der LSK/LV zuständig. Der Chef PV war insofern auch 1. Sekretär einer SED-Bezirksleitung. Da in der DDR die Partei SED sämtliche Bereiche des Lebens führte, konnte der Chef PV auch bestimmte Entscheidungen in der Führung des Kdo LSK/LV Kraft seiner Befugnisse kippen. Insofern war die Polit.Verwaltung wohl KEIN milit. Bereich- sondern ein Strukturorgan der SED zur Sicherung der führenden Rolle der SED in den Streitkräften.
Ein unrühmlicher Bereich war die ParteiKontrollKommission PKK- diese Organisation war für parteischädliches Verhalten zuständig und legte quasi fest, was parteischädliches Verhalten ist. Bei Verstößen von SED- Mitgliedern leitete die PKK Parteistrafverfahren ein. Diesem war man dann quasi hilflos ausgeliefert-- da Strafen und Strafmaß von oben festgelegt wurden. Den SED-Bezirksleitungen waren die SED-Kreisleitungen nachgeordnet- eine solche SED-Kreisleitung war die Politabteilung des Kdo LSK/LV. In den Einheiten und Truppenteilen gab es Stellv. des Kommandeur für Politische Arbeit ( auch Politstellvertreter genannt )-- Diesen Offizieren waren die vorgenannten Parteiorgane vorgesetzt--- damit vertraten diese Offiziere ausschließlich die SED in den Einheiten/ Truppenteile. In den Einheiten gab es für SED-Mitglieder SED-Grundorganisationen und diese hatten als "Chef" einen gewählten Parteisekretär. Kontrolle und Anleitung dieser Parteisekretäre war auch Aufgabe der Politstellvertreter.
Durch die Nachrichtenzentrale des Kdo wurden ca. 60 Telefonanschlüsse der Nebenstellenanlage und 5 GON-Anschlüsse bereitgestellt.
Die Führung oblag dem Stellv. Chef LSK/LV und Chef Politische Verwaltung. Langjähriger Chef: Generalleutnant Vogel-- Fon 3120 + 3602 ... GON I/40// Home: 3121 Ab 28.02.90 Generalmajor Weber: Leiter Sekretariat: OSL Rossow ...Fon: 3294
Als Auswirkung der Wendeereignisse stellten ab Dezember 1989 sowohl die Politische Hauptverwaltung ( PHV) im MfNV als auch die Politischen Verwaltungen in den Kommandos der Teilstreitkräfte und der Militärbezirke ihre Arbeit ein. Damit verbunden war auch die Auflösung der Politorgane ( u.a. Politabteilung Kdo LSK/LV) bis zum 15.02.1990. Bereits zum 01.01.1990 erfolgte die Einstellung der Arbeit der Parteiorganisationen der SED in der NVA. Mit diesen Maßnahmen sollte eine Trennung von SED und Armee vollzogen werden.