Politorgane soll es jede Menge gegeben haben. Allein im Kommando LSK/LV waren es zwei. Die Politische Verwaltung - im Status einer SED-Bezirksleitung. Die Politabteilung des Kommandos- im Status einer SED-Kreisleitung.
Andere Kommandos der TSK waren sicher analog struktutiert.(?)
Die Chronik schreibt dazu: Auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung Nr. 5/56 vom 21. Febr. 1956 wurde die Verwaltung der Luftstreitkräfte mit Standort Cottbus aufgestellt. Im Stellenplan für das Jahr 1956 ist eine Politische Abteilung ausgewiesen. In der gleichzeitig errichteten Verwaltung der Luftverteidigung in Strausberg gab es keine Politabteilung. Beide Verwaltungen wurden 1957 zum Kommando der LSK/LV umgebildet. 1961 erfolgte die Umbenennung der Politabteilung in Politische Verwaltung. Im Kommando der Luftstreitkräfte /Luftverteidigung war die Politische Verwaltung das höchste Politorgan und somit allen anderen Politorganen im gesamtem Bereich vorgesetzt. Als Stellvertreter des Chefs der LSK/LV war sie für die gesamte politische Erziehung und Beeinflussung der Unterstellten verantwortlich. Zur politischen Arbeit gehörten die politische Massenarbeit, die Schulung und Weiterbildung sowie die Traditionspflege und kulturelle Massenarbeit. Die Politorgane hatten auch die Gewerkschaft der Zivilbeschäftigten und die Sportorganisation „Vorwärts“ anzuleiten. Richtlinien für die politische Arbeit wurden in vom Politbüro des ZK der SED herausgegebenen „Instruktionen für die Arbeit der Parteiorganisationen und Politorgane der NVA“ festgeschrieben. Die Leiter/Chef der Politischen Verwaltung waren: Oberst Arthur Franke 1956 – 1959 Oberstleutnant Werner Rothe 1959 – 1962 Oberst Martin Pahnke 1962 – 1965 GM Werner Rothe 1965 – 1968 GM Martin Pahnke 1968 – 1973 GL Alfred Vogel 1973 – 1990 Oberst Siegfried Garn 1990 ( Staatsbürgerliche Bildung)
Zur Politabteilung schreibt die Chronik: Die Politorgane ( Politabteilungen ) waren der Politischen Verwaltung der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung rechenschaftspflichtig. Als Stellvertreter der Kommandeure ihrer Dienststellen waren sie diesen ebenfalls unterstellt. Daraus folgte, daß sie sowohl militärische Funktionen ausübten und gleichzeitig leitende Funktionäre der SED in ihrer Dienststelle waren. So unterstanden der PV als Politabteilungen: Politabteilung 1. LVD Politabteilung 3. LVD Politabteilung FOFAFK/FOFMTFK Politabteilung der Offiziershochschule der LSK/LV Politabteilung der Offiziershochschule für Militärflieger Politabteilung der Militärtechnischen Schule LSK/LV Politabteilung des Kommando LSK/LV-- mit Zuständigkeit für die Parteiorganisationen des Kommandos sowie der direkt unterstellen Truppenteile und Einheiten. Mit: Politabteilung des Nachrichtenregimentes 14 Politabteilung des Transportfliegergeschwaders 44 Politabteilung Transporthubschraubergeschwaders 34 STKPA des Fliegertechnischen Bataillons 14 STKPA des Fliegertechnischen Bataillons 34 STKPA der Verbindungsfliegerstaffel 14
Im MfNV begann es mit einer Politabteilung Sonderobjekte. Die Politabteilung Sonderobjekte bestand von 1956-1965. Sie war der Politischen Hauptverwaltung direkt unterstellt. Als Politorgan und als vorgesetztes Parteiorgan hatte die Poltabteilung Sonderobjekte folgende Dienststellen anzuleiten: Nachrichtenregiment 2, Nachrichten-Ausbildungsbataillon 12, Nachrichtenbetriebsabteilung, Funküberwachungszentrale, Zentrale Nachrichtenwerkstatt, Zentrales Nachrichtengerätelager, Erprobungsstelle für Nachrichtengeräte, Wachregiment des MfNV, Wach-Bataillon des MfNV Eisenbahnpionier-Ausbildungsregiment, Objekt 4/62. Auf Befehl Nr. 136/64 des Ministers für Nationale Verteidigung wurde die Politabteilung aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden neu zu bildenden Politabteilungen ( beim Chef des Hauptstabes, beim Chef der Rückwärtigen Dienste bzw. Politorganen (Dienstbereiche der Chefs der Waffengattungen und Dienste, beim Sekretariat des Präsidiums der Armeesportvereinigung „Vorwärts“) übertragen.
aber Vorläufer der Politorgane waren (in Vorbereitung auf die Gründung der NVA in Karlshorst stationiert. Viele spätere "Größen" waren bereits zu diesem Zeitpunkt aktiv um die spätere Führung der NVA politisch/organisatorisch abzusichern. Meine Pflegemutter bekam damals 1952-1954 von 0 auf 100 den Rang eines Oberleutnants der KVP/Luft und arbeitete einige Jahre in dem Bereich, bevor sie den Abschwung zu einer ihr genehmeren Tätigkeit fand.
Hinter "Objekt 04/62" verbarg sich die verbunkerte Führungsstelle des Ministers Hoffmann im Raum Potsdam. Im Folgenden die Kurzgeschichte der Anlage GELTOW: 1936-1939: Bau des Führungsbunkers "Großer Kurfürst" bis 1945: Ausweichquartier des Generalstabes der Luftwaffe 1945 -1956: Nutzung des Kasernengeländes durch GSSD (Stab der 5. Stoß-Armee) 1957: Übergabe an die NVA bis 1961: Flak-Offiziersschule 1962: „Objekt 04/62 Geltow II“ 1963-1964: Beginn der Modernisierung der Bunkeranlage 1964-1970: Hauptführungsstelle der des Verteidigungsministers ab 1972: Nutzung durch das Kommando Landstreitkräfte, Sicherstellung durch WE-40 bzw. WSB-40, 1980-1983: Bau des Objektes Geltow I (Na-Bunker 16/103) 26.10.1993: Schließung der Anlange durch die Bundeswehr
Ich hatte gelesen: In den Jahren 1974/75 erfolgte Bildung der Politabteilungen in den Jagdfliegergeschwadern ........ Wenn bis dahin keine Politabteilungen gab, wie war die Polit-Führung dann sichergestellt worden. Ich kann mir nicht vorstellen das die Fliegerei ab 1952 ohne Politkommissar auskam. Hat die Usergemeinde Ansatzpunkte dazu ?
Diese Politniks habe ich gefressen. Haben sie uns doch mit ihren Phrasen verarscht. Waren dann 1990 die ersten die ZB wurden und mit wehenden Fahnen zum angeblichen Feind überliefen. @Kabel, kannst nur froh sein das den Testballon Umbildung der PV/PA zur Abt. Staatsbürgerliche Arbeit nicht miterleben mustest. Ohhh, sie hatten sogar die Wende seinerzeit erfunden. Als einziger musste am Anfang GL Vogel gehen.